PEMA 3: Heinlein & Zierl einstimmig als Sieger gekürt

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PEMA 3: Heinlein & Zierl einstimmig als Sieger gekürt

Internationale Jury entscheidet sich aus 17 Projekten für den Entwurf der Innsbrucker Architekten – Dritter PEMA-Turm soll ab 2018 entstehen

INNSBRUCK (24.7.17) – Einstimmig kürte eine internationale Jury das Projekt der beiden Innsbrucker Architekten Michael Heinlein und Alois Zierl zum PEMA3-Wettbewerbssieger. In der Südbahnstraße 1 in Innsbruck soll 2018 der dritte PEMA-Turm realisiert werden. „Das Projekt von Heinlein&Zierl überzeugt hinsichtlich seiner städtebaulichen Positionierung, indem es die umgebenden Strukturen und linienförmigen Vorgaben des Bahnhofsareals aufgreift und in die Vertikalität führt. Gleichzeitig wird durch den liegenden Sockel der Platz erfasst. Durch diese Sockelzone erhält der angrenzende Stadtteil Wilten ein angemessenes Gegenüber“, begründete die Fachjury die Entscheidung.

Dieser gehörten unter anderem Architektin Ilse Königs (Vorsitz), Architektin Anna Popelka (Mitglied des Innsbrucker Gestaltungsbeirates), Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer, Gerhard Fritz (Planungsstadtrat), Wolfgang Andexlinger (Chef der Stadtplanung), Architekt Will Arets und Auslober Markus Schafferer an. Der PEMA-Eigentümer zeigte sich über die Wahl des Siegers erfreut: „Die Idee von Heinlein&Zierl fügt sich mit großer Selbstverständlichkeit in den Stadtraum ein. Nach PEMA 1 und PEMA 2 entsteht ein weiteres architektonisches Highlight, das einen urbanistischen Mehrwert rund um den Innsbrucker Hauptbahnhof bringen wird.“ PEMA 3 wird dem Hotelanbieter Motel One eine neue Heimat geben und auch als Bürostandort dienen. Der Baustart ist für 2018 geplant. Alle eingereichten Projekte werden öffentlich im PEMA 1- Gebäude im ehemaligen China-Restaurant im EG von 25.7-7.8 täglich außer Samstag und Sonntag zwischen 8-12 ausgestellt.

Vor dem Baustart muss es aber noch grünes Licht seitens der Stadtpolitik geben. Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Wohnbau und Projekte beschloss Ende letzter Woche eine Diskussion des Wettbewerbsergebnisses im Innsbrucker Gestaltungsbeirat, insbesondere bezüglich der Verträglichkeit von Höhe und Baumasse. Diese Stellungnahme sei „Voraussetzung für einen noch zu erfolgenden Beschluss zur Änderung des Flächenwidmungsplanes und der Erstellung des Bebauungsplanes im Gemeinderat, heißt es seitens der Stadt.

„Kernziel unseres Entwurfes ist es, durch die Neugestaltung des Ortes zur Belebung und wichtigen städtebaulichen Attraktivierung beizutragen sowie eine positive Atmosphäre für städtische Aktivitäten und einen hybriden Baukörper zu schaffen. Diese Urbanissima soll 24/7 durch Hotel und Büros belebt sein und öffentlichen Mehrwert etwa durch die allgemein zugängliche Skybar im obersten Geschoss mit rundum Blickbeziehungen bringen“, argumentieren Heinlein&Zierl ihren Siegerentwurf für PEMA 3. „Der Bahnhofsvorplatz wird durch den schlanken Baukörper in der Flucht der Bahnhofs-Riegelbauten in seiner Dynamik gestärkt und mit einem Hochpunkt klar abgeschlossen. Das südliche Grundstück wird bewusst freigehalten um das Adambräu nicht zu beengen. Der charakteristische Ausblick vom Kesselraum des Adambräu auf die Gleisanlagen bleibt erhalten.

 

ARGE HEINZ – Arch. Michael Heinlein und Arch. Alois Zierl:
2007-2011 Zusammenarbeit in einem namhaften Architekturbüro in Innsbruck, Mitarbeit an Großprojekten
Alois Zierl: Architekturstudium in Innsbruck, selbstständige Tätigkeit als Architekt seit 2011
Michael Heinlein: Architekturstudium in Wien, selbstständige Tätigkeit als Architekt seit 2015
Ab 2015 gemeinsame Teilnahme an EU-weiten Wettbewerben, Zusammenarbeit bei Realisierungen

Ziel unserer Architektur ist es auch für schwierige Aufgaben und Orte simple und klare Lösungen zu finden. Durch die intensive Auseinandersetzung entsteht eine reduzierte Architektur ohne Arroganz die funktional überzeugen soll.

Fotocredits:
Visualisierungen: Architekturbüro Heinlein&Zierl

Foto: Architekt Michael Heinlein (links), PEMA-Eigentümer Markus Schafferer (mitte) und Architekt Alois Zierl (rechts) mit dem Siegerentwurf für PEMA 3. Fotocredit Schober/Tirol-TV

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